... und wer denkt, dass in der letzten Runde 'eh alle nur schnell remis machen, der hat sich böse getäuscht: nur ein Remis im Meister-, Kandidaten- und Inklusionsturnier. Dazu zwei Remis bei den Frauen und drei im Open - Gefangene wurden nicht gemacht. Turnierdirektorin Nadja Jussupow konnte die Frage "wann findet die Siegerehrung statt?" nach dem 15. bis 20. Frage nicht mehr hören.

MT

Die Spannung war auf vielerlei Ebenen zu greifen:

  • Wer gewinnt das Turnier - Albrecht oder Rozentalis? Das Fernduell ging zu Gunsten des Neumünchners aus
  • Schafft Neil den halben Punkt, den er für seine erste IM-Norm noch braucht? Nein - erholte sogar einen ganzen!
  • Wer wird Württembergischer Meister - Braun oder Miller? Georg gewinnt, Eduard verliert
  • Und welche zwei dürfen 2027 im DSB-KT spielen? Diese vier: Georg als Absteiger des 2026er MT, Enis als Dritter des KT, so dass Eduard und Richard die glücklichen Nachrücker sind
Enis Zuferi - Neil Albrecht, im Endspiel T - L+S versammeln sich die weißen Bauern nach und nach an der Seitenlinie
Walter - Braun, trotz seiner Niederlage, darf Richard Württemberg im nächsten DSB-KT vertreten [okay alle nicht für einen Württembergischen Verein spielenden waren raus (Neil in München, Lena in Karlsruhe, ...), GM Petr Velička denkt zwar seit langem für Gmünd, hat aber den falschen Pass um zur Deutschen zu dürfen ...)
GM Korneev (im Hintergrund) hat gerade gezogen und wird gegen Miller gewinnen. Trotzdem darf der Franke, der in  Heilbronn spielt und im Großraum arbeitet, für Württemberg zum DSB-KT

KT

Hier stieg das Rennen der drei Spieler Gustain, Schulz und Hurm - Reihenfolge gemäß Feinwertung nach Runde 8 - mit 6 Punkten und einem Punkt Vorsprung vor den Verfolgern. D.h. die zwei Aufstiegsplätze ins MT können nur unter diesen drei verteilt werden. Zwei Mal mit Weiß und einmal Schwarz und alle drei Ergebnisse kamen aufs Tableau.

Brett 2: Hannes Hellriegel (Elo 1901 aber DWZ 2031) wird den lange führenden Marc Gustain (2150 / 2150) besiegen und sich so Platz 6 sichern Im Hintergrund wird an Brett 1 das Damenendspiel (W mit Minusbauer, aber Freibauer kurz vor der Umwandlung) remis ausgehen: wenn W den Bauern unterstützt, dann hat S Dauerschach.
Marius Hurm (Hohentübingen) in der 9. Runde als gewinnt als Setzlistendritter an Brett 3 gegen Zhang und wird damit nicht Dritter, sondern Sieger des KT - im Hintergrund wird Yunqi Li durch seinen Sieg Marc Gustain vom Bronzeplatz verdrängen

IODFEM

Nach Runde 8 führte WGM Berzina mit 6,5 P vor ihrer Vereinskollegin Ter-Avetisjana mit 6 Punkten. Mit 5,5 Punkten hatten Wageschuetz und Kalinina nur noch theoretische Chancen:

Brett 1 (hinten) auch Papadopoulou kann Berzina nicht stoppen; vorne versucht Wagenschuetz alles, um gegen Ter-Avetisjana zu gewinnen (und sie damit zu überholen) - aber Remis
an Brett 3 holt Bursan gegen Bundesligaspielerin Kalinina (Bad Königshofen) ein Remis das bedeutet Platz 6 bzw 3  im Gesamtklassement - im Hintergrund kann sich Haug (rechts) gegen Ito durchsetzen und kommt dank besserer Feinwertung vor Wagenschuetz auf Platz 4

Aber damit ist Ana-Maria Bursan nach Feinwertung die beste Spielerin aus Württemberg, vor WFM Kostak und der noch sehr jungen Lukas.

Inklusion

vorne Stöckler - Braun (0-1), hinten Schulz - Oberndörfer (0 - 1) - damit fiel der lange führende Schulz noch auf Platz 3 hinter Oberndörfer (Sieger) und Braun (Platz 2) zurück

... und nicht wundern, dass hinten die Farbverteilung andersherum ist: Schulz muss mit dem Licht schauen, also wurden nur die digitalen Figuren anders aufgestellt. Da alle Bretter wegen der Liveübertragung fest verkabelt sind, haben sie keine Beschriftung, was andere Probleme nach sich zieht.

Open

Der Setzlistenführende kam nicht. Und am letzten Spieltag griff ein ausgefallener Zug ins Geschehen ein. Dafür bekannte der nach der vierten Runde mit 3,5 Punkten führende Marcel Singh freimütig, dass er in allen Partien schlechter stand. Wer so ehrlich ist, dem gönnt man auch den Turniersieg!

Brett 1 Dobler - Singh S nahm das Remisangebot dankend an. Die beste Feinwertung sicherte er sich, da er gegen alle Spieler auf den Plätzen 2-5 gespielt hatte. Brett 2 wurde durch den ausgefallenen Zug entschieden. Dahinter gewinnt Maag gegen Schmidt an 3
der glückliche(?) kampflose Sieger Triantaphylidis (nicht wundern, das Bild ist vom Vortag) an Brett 2 hat zwar die schlechteste Feinwertung der drei Spieler mit 4 Punkten, aber für Rang 3 reicht es trotzdem!